#Gedankensplitter

Kennst du das Gefühl: du siehst einen Berg und sofort verlässt dich der Mut?

Wie soll ich diesen Berg jemals bezwingen? Der ist viel zu hoch. Man sieht gar keinen Weg. Steile Klippen, spitze Felsen, rutschige Abhänge…

Soll ich, soll ich nicht? Die ersten Schritte sind leicht. Breiter Weg, sanft ansteigend. Rechts und links Blumen, Gräser, Bäume… Schmetterlinge kreuzen deinen Weg. Du hörst das summen der Bienen und Hummeln, die auf der Suche nach Nektar der Wildblüten sind.

Doch die Landschaft ändert sich. Aus dem Weg wird ein Pfad, aus hohen Bäumen werden Büsche. Der Anstieg wird steiler, kurvenreicher. Es strengt an. Der Gipfel ist nicht mehr zu sehen. Nebel zieht auf. Furcht hält Einzug. Anspannung. Die Geräusche werden fremd und laut. Gruselig.

Kein Mensch mehr zu sehen. Du gehst deinen  Weg ganz allein. Wer weiß, wie weit es noch ist. Sicherer wäre es jetzt umzukehren. Aufgeben. Ist doch sowieso sinnlos. Was mache ich hier? Bringt mir das was? Angst. Der Pfad hat längst geendet. Nur noch Geröll.

Und dann ist er da: der Abgrund. Du stehst an seinem Rand. Vor dir das tiefe Nichts. Dunkel. Gefährlich. Das rettende Ufer sichtbar, aber keine Brücke da. Gibst du auf? Gehst du zurück? Stellst du dich deinen Ängsten?

Ist der Weg nun zu Ende? Gibt es nur noch die Umkehr? Aber ich sehe doch die andere Seite. Bunt, paradiesisch…

Kann ich fliegen? Was kann ich riskieren? In kleinen Schritten voran. Durch den Abgrund steigen. Auch da nicht wissend, wo das Ende ist.

Über einen Abgrund kommt man nicht mit zwei kleinen Schritten. Du verlässt deine Komfortzone, gehst ein paar schritte zurück, nimmst Anlauf, rennst wie nie zuvor und…..fliegst!

Landest weich und sanft. Du hast deinen Berg bezwungen. Schritt für Schritt.

Der Weg hört nicht dort auf, wo wir das Ende sehen, sondern dort, wo wir nicht weitergehen. Mut kann man lernen. Wachsen tut weh, aber der Schmerz lohnt sich. Die Furcht besiegt, fliegen gelernt. Für neue Projekte Kraft geschöpft.

 

 

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4 Gedanken zu “#Gedankensplitter

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