präsent sein..in-sich-präsent-sein

wenn ich in gesellschaft bin, muss ich präsent sein, wenn ich aus dem haus gehe muss ich präsent sein. wenn ich arbeiten gehe, muss ich präsent sein.

das ist anstrengend. sehr anstrengend sogar. nicht immer. aber sehr oft.

was hilft mir dabei dieses „problem“ zu lösen? mir dessen bewusst sein und es nicht zu tun, wenn es sich für mich nicht richtig anfühlt.

was für mich anstrengend ist, ist vielleicht für viele andere was ganz normales, was ganz alltägliches. sie gehen morgens aus dem haus, auf die arbeit, sind den ganzen tag dort und sind immer unter menschen, fast keine sekunde mal „ein tiefes durchatmen“ möglich. wow. klingt krass. dann nach der arbeit sind viele noch mit anderen menschen verabredet, wieder kein moment der ruhe. außer vielleicht mal hinter der abgeschlossenen türe auf der toilette. und das ist wohl auch der einzige moment, wo sie vielleicht mal durchatmen können. wenn sie dies überhaupt bewusst tun. hektik von morgens bis abends, von montag bis freitag. auf arbeit. am wochenende die anderen „verpflichtungen“. freunde, familie, hobby.

das ist das leben vieler. mein leben schaut anders aus. ich mag es nicht immer unter leuten zu sein. ich mag es gerne mich einzuschließen. ganz für mich zu sein. abseits der gesellschaft. ob ich wohl eine soziale phobie habe, ein sozialer außenseiter bin? oder doch einfach nur ein mensch, der es schätzt mal tief durchatmen zu können, mal auf die „stop“-taste zu drücken und mal nur da zu liegen. oh, das soll wohl helfen, habe ich gehört. einfach mal nichts machen. kannst du das? kannst du es einfach nur irgendwo zu sitzen und nichts zu machen? kein handy, kein laptop, keine musik, keine „ich-muss-nur-schnell-was-wegräumen“? hm..für mich oft auch sehr schwierig, doch ich möchte dies trainieren. einfach nur mal dazusitzen. zu spüren. das geht in unserer hektischen von allen seiten bombardierten welt häufig verloren. doch das ist sooo wichtig für uns, für dich, für das wohl aller menschen. das innehalten kann so viel kraft geben, für die zukunft, für all die zukünftigen momente und herausforderungen.

also nochmals zurück zum präsent sein. dieses präsent sein wird eben verlangt, wenn man in gesellschaft ist. man muss lächeln, man muss reden, man muss sich mitteilen. sonst läuft man halt wie ein „zombie mit leerem blick“ durch die straßen, wenn man wirklich in sich gekehrt und introvertiert durch die welt „geistert“. zombie ist sehr negativ behaftet. ich mein es nicht negativ. für mich ist es manchmal einfach so, dass wenn ich irgendwo hin muss, ich gehe dahin, aber „meine welt“ nehme ich mit und deshalb ist es mir manchmal auch nicht möglich, so tolle und lange small-talk-gespräche zu führen. weil es mich manchmal einfach nicht interessiert. so gespräche zu führen, die weder für mich noch für den anderen hilfreich sind.

ich merke, dass ich in letzter zeit oft nicht lust auf solche mir nicht gewinnbringenden gespräche habe. klar, es ist ein schritt, dies zu akzeptieren, sich so anzunehmen, sich trotzdem zu lieben, auch wenn ich mich vielleicht in manchen momenten komisch oder anders fühle. das ist ok. ich bin ok. ich bin genau so richtig wie ich bin.

nun kommen doch manchmal gespräche zustande, die einfach wunderschön sind, nicht immer sehr tief und doch so, dass sie meine aufmerksamkeit in ihren bann ziehen und genau dann spüre ich, dass ich aus meiner welt heraustrete und mich mitteilen mag. dem anderen meinen gesichtspunkt darstellen will, meine meinung und meine gefühle ans herz legen. diese gespräche sind für mich die wertvollen. oder einfach auch nur das zusammensein mit bestimmten menschen, auch ohne viel zu reden, das gibt mir oft auch sehr viel kraft und ganz viel neuen mut, mich richtig zu fühlen und bei mir zu bleiben. aber dann – nach dieser erfahrung bin ich dann wieder gerne in meiner welt.

ich liebe es mich in meiner welt zu bewegen, manchmal mit einem lächeln auf dem gesicht, manchmal mit tränen auf den wangen. denn das gehört für mich zur weiterentwicklung dazu. damit ich mich weiterentwickeln kann, brauche ich diese auszeit, von allem. um wieder mit neuer kraft und energie den alltag zu meistern.

 

namaste

lisa

 

ps. das wunderschöne bild von dieser wunderbaren landschaft und der einsamen bank ist von pixabay, einer platform, in der man bilder frei nutzen kann ohne bildnachweis. für alle, die doch interessiert sind, hier der link https://pixabay.com/de/bench-%C3%BCbersehen-strand-ozean-1617335/.

 

 

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