zeilen an mich selbst…mein kleines ich

hallo meine liebe maus, mein schatz, einen wunderschönen gruß einfach an mich selbst,

heute schreibe ich an dich, mein kleines kind, mein wunderbares mädchen. ich weiß was du du alles geleistet hast. von klein auf bis jetzt.

bis genau zu diesem punkt. du hast so viel gegeben, so viel herz, so viel gefühl, so viel energie.

ich danke dir so sehr, dass du immer bei mir bist. dass du mich nie alleine gelassen hast. wir haben so viel durchgestanden, so viel erlebt. kannst du dich noch erinnern?

als du noch ganz klein warst, da hast du sehr um die liebe und die wertschätzung in deinem umfeld gekämpft, du wolltest doch immer perfekt sein. immer aufmerksamkeit haben. liebe empfangen. ganz viel liebe. ganz ganz viel. und ganz viel anerkennung. „ich habe es doch gut gemacht“, warum sieht mich keiner. ich weiß meine liebe, du hast dafür gekämpft und dadurch hast du den drang immer alles perfekt zu machen. alles richtig zu machen. nur um dir selbst zu gefallen, den anderen zu gefallen, damit du das bekommst, was du brauchst: eine tonne voll liebe.

meine liebe, du hast dich oft dabei vergessen. wo bleibst du? du rennst von einem ding zum anderen. vielleicht ist das das richtige, vielleicht ist das andere das richtige. du vergisst dabei aber das wichtigste. was ist DIR das wichtigste? ..du musst nicht das machen, was andere sagen, was andere verlangen, um wieder perfekt zu sein. du musst es niemanden beweisen, du musst niemanden rechenschaft ablegen.

und das wichtigste: dinge dürfen schief gehen, dinge dürfen mal aus dem ruder laufen, du brauchst dich dafür nicht zu entschuldigen.

leise nehme ich dich in den arm. du bist perfekt, genau so wie du bist. halte inne, meine liebe. warte mal kurz. stopp. so und nun schau mich an. was ist los mit dir?

und nun sprudelt es aus dir raus:

ich habe innerlich einen zwang, ich mag es immer perfekt machen, ich darf auf keinen fall versagen, denn dann schaut man mich nicht an. mir sind tausend dinge im kopf, dass ich nie etwas vergesse, dass ich ja allen gerecht werde. das darf ich mir nicht erlauben. ..das geht doch nicht gut. ich muss mich zudröhnen, ablenken, ich darf mich selbst nicht hören. wenn ich mich beginne selbst zu hören, läuft alles aus dem ruder. dann habe ich nichts mehr unter kontrolle. dann muss ich lernen damit umgehen zu können, wenn ich spontan entscheidungen treffen muss, wenn ich entscheidungen aus dem bauch treffen muss. das schaff ich nicht. was ist, wenn dann eine katastrophe passiert? was ist wenn ich mich falsch entscheide? wenn mein gefühl mich anlügt. wenn ich es falsch verstehe. was ist wenn ich dir nicht mehr gefalle. ich schaffe es nicht aus mir herauszukommen, alle menschen um mich scheinen anders zu sein. ich scheine so zu sein, als wäre ich von einem anderen stern. warum kann ich mich nicht einfügen. warum kann ich nicht so sein wie all die anderen. einfach das leben genießen und nicht an morgen denken? warum kann ich mich nicht einfach auch vollstopfen mit ablenkung, ungesunder ernährung und einfach ins schema passen? nicht auffallen. warum muss ich auffallen? wie kann ich es schaffen, dass ich nicht auffalle? ..naja, still sein am besten. aber ich weiß doch so viel. es ist so viel in mir drinnen. ich kann es nicht sagen. ich kann es nicht verstehen. ich kann es nicht nach außen bringen. aus angst vor ablehnung. aus angst, blöd darzustehen. aus angst, mit dingen konfrontiert zu werden, worauf ich keine antwort weiß und doch sagt mein gefühl so klar, dass es der richtige weg ist. es ist scheiße, dieses gefühl jahrelang unterdrückt zu haben und nie an die oberfläche gelassen zu haben. es war schon immer in mir, doch ich habe es jahrelang unterdrückt. immer unten gehalten. einfach funktioniert. und das war so schlimm. ich habe es damals ja gar nicht gewusst, dass ich das mache. ich war immer das vorzeigekind, schule super, freunde super, alles super, super super super..ich kann es nicht mehr hören. wo bleibe ich??? wo bleibe ICH ICH ICH? ich bin nicht perfekt, ich bin genau so schlampig, unordentlich, unorganisiert, schlecht gelaunt, weiß nicht wohin mit mir..ja das bin ICH!!! doch ich durfte das nie zeigen, musste immer perfekt sein…nein ich wollte immer perfekt sein. denn dann bekomme ich die liebe, die anerkennung und all das was ich scheinbar brauchte..aber das war ein trugschluss. ich verstellte mich, ich verstellte mich jahrelang. hielt jahrelang die klappe.

„Lisa, wen interessiert bitte deine ansicht? das weißt du doch nicht, sei besser still.“

oh das war so tief in mir drinnen. immer still sein. ich konnte den menschen auch gar nicht sagen, was mich störte, welches meine meinung war. wie ich wirklich war. ich habe mich jahrelang verstellt, eine maske, die ungefähr so dick war, wie all die makeup schichten, die ich trug. und das war dick;)

erst jetzt merke ich selbst, wie lange ich immer nur dazugehören wollte, nie meine ehrliche meinung sagte. nur um nicht aufzufallen. doch jetzt ist schluss damit. jetzt ist schluss. jetzt ist die zeit da sich wirklich zu zeigen.

und ja ich bin anders. ich bin stolz drauf. es ist gut so wie ich bin. genau so wie ich bin. ich bin richtig, egal wie ich mich verhalte. ob ich es „falsch“ oder „richtig“ mache. ich muss mich vor niemanden rechtfertigen. es ist mein leben. ich trage die verantwortung dafür. und ich schaffe das. ich schaffe es. ich schaffe es. ich bin zu 100 % überzeugt. wenn ich anfange mich selbst zu lieben, liebe ich die welt. genau so wie sie ist. akzeptiere all die anderen menschen genau so wie sie sind. ein großes ziel. mein ziel!!

die maske fällt, das makeup ist weg, und langsam löst sich auch meine unbewusst aufgetragene maske. ich muss niemanden gefallen. ich muss einfach nur zu mir selbst stehen. mich selbst lieb haben. ich liebe mich. ich darf mich selbst in den arm nehmen und mein kleines ich, halten und ihm gut zu reden. ich darf es lieben. ich darf alles an mir lieben. genau so wie es ist. keine vergleiche, kein neid, kein hass – gegenüber niemanden. jeder ist genau so gut wie er ist. ich bin genau so gut. ich bin genau so gut!!!! jaaaaaa. und das darf ich lernen zu leben.

ich fange an.

jetzt. jetzt ist es soweit.

genau jetzt.

und du? hast du schon angefangen du selbst zu sein? ich rufe alle auf, schreibt und teilt diesen beitrag. er soll jedem mut machen, er selbst zu sein. jeder mensch ist genau so gut wie er ist. jeder ist perfekt. wir sind alle teil eines ganzen. es braucht jeden von uns. also zieh deine maske ab und lasse sie bröckeln, zeige auf die abgefallen stückchen auf der erde und sei ganz stolz auf dich. und dein leben. deinen mut. dein vertrauen in dich und das universum. es ist alles gut.

in liebe

lisa

 

ps. das bild ist von pixabay, ohne bildnachweis verwendbar für freie kommerzielle nutzung:) schaut rein, dort sind fantastische bilder.

https://pixabay.com/de/auge-mond-v%C3%B6gel-b%C3%A4ume-wimpern-447428/

danke dafür..

 

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2 Gedanken zu “zeilen an mich selbst…mein kleines ich

    1. danke meine liebe nadin:) für deine worte. und deine einfühlsamkeit. ich freue mich sehr, dass du meinen beitrag durchgelesen hast, ich finde deine beiträge super super schön und super tiefgründig.
      danke dir dafür.
      deine kleine in dir geht immer immer mit dir:)
      alles liebe lisa

      Gefällt 1 Person

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