du darfst – unter einer bedingung

wut, aggression, trauer, tränen. stille.

ich fresse alles in mich rein. still sein. still sein lisa.

es bringt nichts, wenn ich jetzt rede.

ich stehe drunter, ich bin nicht fähig. nicht würdig. 

es bringt nichts. lass es sein! lass los.

 

das sind meine gefühle, wenn ich an diesen satz denke.

Du darfst – unter einer bedingung!

das fühlt sich nicht gut an. das fühlt sich scheiße an. aber genau diese erkenntnis hat mich so sehr wachsen lassen. wie ein kleines licht am ende des tunnels. ein satz. ein paar aneinander gereihte worte und doch so viel wahrheit für mich und meine entwicklung in zukunft. so viel gefühlte freiheit. so und nun kanns losgehen. es fühlt sich so an, als wäre das der startschuss gewesen – in die unbändige freiheit. in die freiheit, die in mir anfängt und sich im außen zeigt.

das gefühl des sich rechtfertigens fällt weg. es braucht es nicht mehr. ich darf leben. endlich darf ich leben. das verständnis, dass nicht nur ich mein leben lebe, sondern auch die menschen um mich herum. im ersten moment ist das vielleicht schwer zu verstehen, fast nicht zu greifen, fast nicht zu realisieren, dass die menschen um einen herum auch ihr leben leben wollen – ohne mich. es wird geplant, ohne mich.

ich kehre nur für eine kurze zeit zurück. vielleicht. wenn die notwendigkeit besteht. dann begebe ich mich in diese welt. in der ich nicht mehr sein möchte. vielleicht muss ich das auch gar nicht mehr. ich wünsche es mir sehr. und wenn es doch sein muss, dann werde ich daraus lernen. ich werde lernen, mich selbst zu lieben, mich selbst anzunehmen.

genau diese gefühle in mir zu spüren, die der spiegel ausgelöst hat. die worte. einfach nur das gefühl dahinter. ich habe gelernt, dass man viel sagen kann, aber das gefühl dahinter macht das i tüpfelchen aus. das ist das wichtige. nicht die aneinandergereihten worte. der ton.

ja der ton macht die musik. stimmt. aber nicht nur bei mir.

ok – ich verhalte mich falsch. nicht immer – manchmal. bin ich hier perfekt zu sein? nein. also. schalte einen gang runter. die zurechtweisung, der ton, der satz, das atmen, das einatmen beim beginnen der sätze – oh wie ich das kenne. oh wie ich das mit negativen gefühlen verbinde. tot. stille. wut. kind. ich bin nichts wert.

all diese gefühle, die ich dachte, dass ich in meinem jetzigen sein losgelassen hatte. nein mit aller wucht kommen sie zurück. tada – da sind wir. so kommen sie. ganz tief in mich hinein. mitten ins herz.

ich bin das kleine unfähige kind. gott sei dank, sind all die anderen besser. gott sei dank.

dieses gefühl ist einmalig wieder mal zu spüren. ich hatte es doch weggelegt. ich war doch so viel wert. in letzter zeit. ich habe mir die wertschätzung doch gegeben, auf mich geschaut. zu viel? warum? ich habe einfach geschaut, dass es mir gut geht.

und das amüsante dabei ist ja, genau in einer situation, wo ich eben auf DIE ANDEREN schauen wollte, um sie nicht zu stressen, nicht zu verletzen oder was auch immer. da bin ich still gewesen. „halt deinen mund lisa, das kannst du nicht bringen“, „es ist besser wenn ich still bin“. zag. da hatte es mich gepackt. genau dieses stillsein, mich nicht äußern, meine gefühle nicht mitteilen, meine wünsche für mich zu behalten – genau das ist mir in dieser situation zum verhängnis geworden.

genau dieses innehalten macht mich wütend. ist gegen meine natur. ich habe mir liebe und achtsamkeit verdient. in meinem umfeld. ich habe aufmerksamkeit verdient. ich habe das beste verdient. stopp! das traue ich mich aber nicht mitzuteilen. und deshalb war ich still. und bin in diese missachtung, in diese wunderbar gefühlvollen, wütend angehauchten augenblicke gekommen. schon verloren. alles passé.

Bams – vorwürfe, zurechtweisungen, schuldzuweisungen ein herzliches willkommen an euch alle. kommt rein in die gute stube. in meinen körper, in meinen geist, umgeben meine seele.

zweifel erhaschen sich immer mehr an bedeutung. ich merke wie ich beginne an mir zu zweifeln.

ich bin ja doch nicht so gut. siehst du lisa, hast du doch immer nur auf dich geschaut.

oh in meinem körper wirds wärmer. mein lieblingsvorwurf: du bist so egoistisch. ich glaube der spielt in dem zusammenhang auch eine rolle. wo bin ich egoistisch? wenn ich auf mich schaue? wenn ich schaue, dass es mir gut geht? entschuldigung, wer schaut sonst auf mich? …also loslassen!!! alles negative loslassen. ich darf auf mich schauen.

weißt du wie du bist?..ich weiß wie ich bin? bin ich schlecht? nein, mein problem ist es, dass ich den satz „du weißt ja selbst wie du bist“ negativ auffasse. warum bitte? ich darf mich selbst anerkennen, ich bin gut genau so wie ich bin. ich darf so sein wie ich bin. ich bin ein mensch mit einem riesengroßen herz, mit viel güte, mit viel liebe und mit ganz viel mut. und das darf ich doch auch ausleben.

genau so gehören zu meinem charakter eben auch andere züge. ich schaue vielleicht einmal mehr auf mich, wie es ein anderer tut. ist das schlimm? ich tu damit den menschen nicht weh. was bringt es mir oder dir oder sonst wem, wenn ich mich vergesse? dann bin ich doch auch nicht glücklich.

spätestens im alter sind da die menschen, die immer nur auf die anderen geschaut haben, meistens pflegefälle, damit dann endlich mal wer auf sie schaut. nein danke. da schaue ich lieber jetzt auf mich. und wenn nicht ich, wer dann?

nur du selbst kannst richtig auf dich schauen und dir selbst gutes tun – wenn du glücklich bist, wenn es dir gut geht, kannst du es auch an die menschheit weitergeben.

ich danke dieser erfahrung. ich danke diesen gefühlen, die zu mir gekommen sind, in mir aufgestiegen sind. all die tränen, die so viel rausgelassen haben. so viel negatives. ich danke dafür, dass ich die erkenntnis gewonnen habe, warum ich bestimmte menschen in meinem leben habe, weil sie mir unbewusst genau dieses gefühl vermitteln, dass sie mich annehmen. mit allem. genau so wie ich bin. ohne wenn und aber. und ohne „du darfst – AAAAABER unter einer bedingung“. diese gefühle braucht es nicht. das will ich nicht in meinem leben haben.

denn ich bin richtig genau so wie ich bin. mit all den lernlektionen, mit all den momenten, in denen ich mich vielleicht nicht gerecht behandel fühle und dann so reagiere, genau so wie ich all die anderen menschen versuche zu respektieren, wenn sie deren meinung sagen.

und genau aus diesem grund versuche ich das gespräch loszulassen. anzunehmen. all die gefühle, all die erkenntnisse, die ich dadurch erreicht habe. und auch wenn es mir immer noch schwer fällt. ich werde daran wachsen, ich werde mich öffnen. ich werde versuchen zu sagen, was ich möchte. dann habe ich gewonnen.

ICH BIN RICHTIG, GENAU SO WIE ICH BIN.

und ich habe das recht so zu sein, wie ich bin. mit all meinen gefühlen, gedanken, sorgen, zweifeln, meinungen, äußerungen. alles .. es gehört alles zu mir. ich verbinde mich mit meinem inneren kind und halte es ganz fest. es braucht jetzt ganz viel liebe, geborgenheit, achtsamkeit und aufmerksamkeit. immerhin sind das all die gefühle meines inneren kindes. nicht ich, sondern das kleine empfindet all das so schmerzlich.

wir sind alle gleich viel wert. ich bin nicht mehr wert wie du und du bist nicht mehr wert wie ich.

wir sind alle gleich. wir stammen alle vom gleichen ab. wir sind alle eins.

 

danke an alle die mich begleiten:)

namaste

lisa

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2 Gedanken zu “du darfst – unter einer bedingung

  1. Liebe Lisa,
    wie wunderbar, dass du dein inneres Kind annimmst, hältst und tröstest.
    diese alten Wunden… ja … in Wellen zeigen sie sich immer mal wieder.
    Mögen wir uns darin lieb haben!
    Danke, dass du so offen von dir schreibst.
    Sei herzlich gegrüßt von Marina

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    1. liebe marina:) ich freue mich sehr über dein treues durchlesen. und das du dir immer wieder zeit dafür nimmst. danke sehr aus tiefem herzen.
      ja ich habe in den letzten wochen gelernt, mit meinem inneren kind zu sprechen, es zu halten und einfach lieb zu haben. manchmal öfters, manchmal weniger oft, je nachdem wie ich das gefühl habe, dass ich es oder es mich braucht. mittlerweile habe ich das gefühl, das wir ein team sind. und das ist soooo wunderschön.

      danke für deine worte und das zeitnehmen einen kommentar zu schreiben.
      alles liebe und einen wundervoll geöffneten tag heute für dich.
      lisa

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