Elfentanz und Feenstaub (Rezension)

Eine Anthologie

20161112_142018Elfentanz und Feenstaub ist eine Sammlung fantastischer Geschichten, die im Sperling-Verlag erschienen ist. 38 Autoren sind dem Aufruf gefolgt und haben ihr bestes gegeben.

Jeder kennt Feen- und Elfengeschichten. Normalerweise verbindet man gutes mit ihnen. Aber es gibt natürlich auch die andere Seite. Gemeine, hinterhältige Fabelwesen, die dem Menschen nicht wohlgesonnen sind. Sie treiben Schabernack, rächen sich oder führen Böses im Schilde.

Meine Meinung zum Buch

Ich fange mal mit Kritik an. Das Cover ist gewöhnungsbedürftig. Ich persönlich finde die Zeichnung echt grottig (Entschuldigung für den Ausdruck, aber ich empfinde das so) und sie spiegelt nicht die schönen Geschichten wieder. Wäre ich nur nach dem Einband gegangen, hätte ich das Buch ganz sicher nicht gekauft. Allerdings hätte ich dann auch viele schöne Kurzgeschichten verpasst.

Zweiter Kritikpunkt: Ich hätte es schön gefunden, wenn die Autorinnen und Autoren nicht nur im Inhaltsverzeichnis gestanden hätten, sondern nochmal über jeder Geschichte.

Sehr positiv: die Schriftgröße, das Layout, die Länge der Geschichten und das Signet bei jedem Beitrag.

Ich gehe nicht auf jede einzelne Geschichte ein, denn bei 38 Geschichten wird der Text sonst sehr lang. Drei Geschichten haben mir besonders gut gefallen:

  1. Dreimal komm vorbei, dreimal hör den Schrei! von Bernhard Finger – Direkt die erste Erzählung hat es in sich. Samuel ist mitten in der Pubertät und zudem noch neu zugezogen. Er kennt niemanden und hat keine Lust auf das Gejammer seiner Mutter. Er übernachtet im Wald, als er nachts Feen tanzen sieht. Ein Vogel krächzt – ein Warnruf? Nichts wünscht Samuel sich mehr, als mit den Elfen zu tanzen. Eine düstere Geschichte mit überraschendem Ausgang.
  2. Der Elfenfant von Bettina Frobrich – Die Erzählung ist schlüssig und flüssig geschrieben. Alles dreht sich um eine wunderhübsche Elfe, die mit ihrem Leben und Aussehen unzufrieden ist. Erst als sie alles verliert, was sie hat, kommt sie zur Besinnung. Ob die Geschichte gut ausgeht? Das müsst ihr schon selbst lesen.
  3. Die Fee im Glas von Stefanie Bender – Gorbin hat eine Elfe gefangen, um sie zu erforschen. Diese ermahnt ihn, sie frei zulassen, sonst würde ein großes Unheil geschehen. Immer eindringlicher wird ihre Warnung. Doch wer nicht hören will, muss fühlen.

Ein Beitrag konnte mich leider gar nicht überzeugen, weil er mir nicht schlüssig war und ich den Eindruck gewann, der Autor stünde nicht mit seinem Herzen dahinter. Das war  Heimkehr nach TirNanOg von Anton Vogel. Vielleicht gefällt euch die Geschichte ja gut, ich will mir nicht anmaßen, dass sie per se „schlecht“ sei, nur mein Geschmack war sie leider gar nicht.

Das Buch kostet € 12,- ISBN 978-3-942104-70-8

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