liebe zu sich – liebe zu dir

hallo meine lieben,

jetzt wird es wahrscheinlich einen ein wenig persönlicheren beitrag geben. ich möchte mich – soweit ich es schaffe – öffnen. für mich selbst. aber auch für dich. vielleicht gibt es dir den ein oder anderen input.

neuseeland war für mich eine ganz wunderbare zeit. eine zeit, in der ich so viel lernen durfte. ich durfte so viele menschen kennenlernen, alle waren sie verschieden und doch alle irgendwo gleich: alle suchten sich selbst. das was sie glücklich macht.

einige haben es direkt ausgesprochen, andere haben es einfach durch ihr verhalten gezeigt. glücklich sein, ist das wofür der mensch da ist.

um glücklich zu sein, bedarf es in erster linie sich selbst zu kennen, zu wissen, was macht mich glücklich, was darf und kann ich machen, damit ich glücklich bin. und zum anderen, das wichtigste. das sein. man muss nicht immer etwas machen, man darf ohne nichts einfach glücklich sein. wie das geht? hm, ist sehr schwierig zu erklären.

dieses gefühl erreiche ich selten. wenn dann erreiche ich es, wenn ich mich verbinde, mit mir selbst. einfach nur dasitzen, ohne was zu machen. augen geschlossen und sein. einfach nur sein. denn im moment ist alles gut. der moment ist schön – fantastisch und gleichzeitig so befreiend.

leute, das ist aber nicht was ich schreiben möchte. ich wurde berührt. in neuseeland hat mich etwas berührt. was es genau ist, kann ich nicht ganz genau beurteilen. vielleicht die landschaft, vielleicht die menschen, vielleicht ein mensch. vielleicht ein paar menschen.

ein paar menschen, mit denen ich von anfang an ein super verhältnis hatte. ja da gab es ein paar. zwei, drei. die mich innen berührt haben.

die ich schön fand. nicht nur äußerlich. innerlich. die ich interessant fand. innen und außen.

und da gab es noch jemanden. jemanden der total anders war wie ich. und dennoch gleich. ein mensch, der mich hat viel über mich selbst lernen lassen. wie in einem spiegel. ich wollte sowas. ja innerlich hatte ich es mir vielleicht unbewusst gewünscht, sowas zu erleben. ich bin dankbar für diese erfahrung.

auch wenn sie jetzt schmerzhaft ist. mich traurig stimmt. mir tränen ins gesicht fließen lässt. reinigend. befreiend. und doch so tief verletzend.

meine kleine wurde verletzt. sie hatte sich doch geöffnet für das neue. hatte so viel gemacht, dass sie es schafft, sich zu öffnen. nicht nur „ja ich finde dich schön“, „ich finde dich nett“. nein da war mehr. eindeutig mehr. das weiß ich.

es war wie eine symbiose.  einfach nur sein. beisammen sein. es brauchte nicht viele worte. irgendwie verstand man sich auch so.

die erfahrung zu machen, zu sehen, wie ich in manchen situationen bin. „geldgeil“ und doch wiederum „ich brauche nicht so viel geld“, „lisa, du hast deine eigene welt“ usw. – ja so bin ich. ich darf mich so akzeptieren. diese konträren dinge, die in mir sind. diese noch nicht gelösten konflikte. und auch ich bin nur ein mensch, mit fehlern und ungelösten konflikten.

die liebe, die da entsteht. und das ist nicht ein rosarote brille denken. es ist ein berühren. es ist das berühren der seele. ganz tief innen. das sich öffnen, und zu spüren, dass man jemanden in sein herz lässt, sich öffnet und den menschen dann wieder gehen lassen muss.

im flieger zurück nach bangkok, fragte ich mich ernsthaft, warum ich denn in diesen blöden flieger gestiegen bin.

ich wollte doch gar nicht los. ich wollte es doch weiterleben. weiter genießen. weiter schön haben. mich weiter öffnen. weitere gefühle zulassen.

UND DANN STOPP! nicht von mir – von der anderen seite. ich solle mich nicht zu viel an die andere person hängen. weil die andere person genau so verstrickt in seiner eigenen welt ist. das tut weh.

es geht nicht ums sprechen, um oberflächliche belanglose dinge. es geht genau um das, dass ich mich geöffnet habe. es zugelassen habe. einen menschen für eine zeit (für mich lange zeit – ohne unterbrechnung) so nah in mein leben zu lassen. nicht mit sprechen. auch nicht mit gemeinsamkeiten.

einfach nur mit dem sein. berühren. spüren. sich ansehen. blicke. stolz.

es geht auch wahrscheinlich gar nicht um die person. den menschen an sich. es geht um die verbindung, die komposition, was der mensch in sich vereint. den genau den menschen habe ich jetzt in meiner jetzigen situation gebraucht. ein mensch ist immer nur die verbindung all jenen, was ich für mich und für meine weiteren lektionen brauche. er wird sich genau so geben, mit all den aussagen, meinungen, blicken, art und weise zu handeln, wie ich es brauche. um zu lernen.

er ist die gesamtheit all jenen stoffes, das ich entweder aufgeschoben habe zu lernen bzw. noch nicht der richtige zeitpunkt war. und jetzt war das dran.

es geht nicht um dich – mein lieber. es geht um mich. und was ich draus lerne. was ich draus mache! du bist perfekt so wie du bist. einzigartig. und doch so anders wie all das was ich vorher empfunden habe. es fühlt sich anders an. nicht besser, nicht schlechter. anders.

ich habe es gemerkt. du brachtest sätze, die ich schon so oft hörte. sicher war dies kein zufall – es hat mich lernen lassen. es hat mich entdecken lassen.

du hilfst mir altes loszulassen. du hilfst mir, noch nicht gelebtes zu erleben. du hilfst mir dinge, die mir bis jetzt noch verborgen blieben zu sehen. du hilfst mir, einen menschen besser kennenzulernen, der du gar nicht bist, den es aber trotzdem in meinem leben gibt. oder gab. du hilfst mir, mich selbst besser zu verstehen.

und doch werde ich traurig, wenn ich daran denke. ich merke auch, es geht dabei nicht um dich. es geht nur um mich. du hattest mir halt gegeben. du hattest mir das gefühl gegeben, ich sei wichtig. ich sei einzigartig. ich sei ein hippie…keine ahnung, warum du das gesagt hast. aber das hast du! ich habs als kompliment aufgefasst. ich muss mich nicht fragen, warum. denn ich weiß ich bin gut so wie ich bin. und ich muss nicht dir gefallen. ich darf glücklich sein. mit mir.

es war ein auf und ab. ein geben und nehmen. ich habe dir so viel geholfen und du hast mir so viel geholfen. wir waren wie zwillinge. haben gegenseitig auf einander geschaut. du auf mich und ich auf dich.

„wir haben gelacht. spaß gehabt. ich habe mich seit langem mal wieder wie ein „kind gefühlt“. du hast das rausgeholt. weil du nicht immer ernst sein konntest. du bist so – hast du gesagt. das glaube ich dir auch sofort. denn über gefühle und tiefere dinge sprichst du nicht. zumindest nicht mit mir. du bist verschlossen. sehr. doch du hast gesagt, ich habe dir vieles gelernt. das war schön. das bedeutet mir sehr viel. danke dafür. du hast mir genau so viel gelernt.“

ich war stolz, dich an meiner seite zu haben. so was wie dich wünsche ich mir. nicht dich. nicht dich genau. du lebst in einer anderen welt. doch ich wünsche mir das gefühl wieder herbei.

das besondere gefühl, das ich so vorher nicht kannte.

das gefühl „ich fliege um die welt und treffe mich. doch nicht nur mich. in einer anderen form. in einer lebhaften form. ich kann dich halten, spüren, sehen. deine hand greifen und damit durch den regen stapfen“

danke dass du da bist. danke dass es dich gibt. du bist ganz tief in meinem herzen. weißt du warum? weil du mich berührt hast. weil du mich mir selbst ein stückchen näher gebracht hast. weil du mir vetrauen geschenkt hast. weil du mir vertrauen gelernt hast. weil wir eine geile zeit hatten. weil ich dich mag. sehr. weil du bist wie du bist. auch wenn du jetzt so reagierst, wie du reagierst. es war eine geile zeit. die mir so viel gelernt hat. danke für alles!

auch wenn es mut kostet das zu schreiben, sich ein bisschen fallen zu lassen, sich einzugestehen, dass man gefühle für etwas hat, wo keine direkten gefühle zurück kommen. eine situation, bei der man sich selbst zurücknehmen darf und gleichzeitig so viel geben darf und merken kann, wie viel man liebe in sich trägt. und dass ich es imstande bin, diese nach außen zu tragen.

in diesem zusammenhang geht es gar nicht um die andere person. es geht um die liebe, die in einem beginnt zu „wachsen“ bzw. klar wird, das man diese in sich trägt. die liebe in einem ist immer da. nur manchmal nicht offensichtlich. in diesen erfahrungen merke ich wieder, dass ich oft einen menschen brauche, um zu merken, wie viel liebe, wie viel wohlwollen, wie viel begeisterung, wie viel sehnsucht in mir steckt. und genau daran wurde ich erinnert. es geht nicht  um dich mein lieber – es geht um mich und das was in mir ist.

LIEBE

und genau aus diesem grund ist es so verletzend, weil ich die liebe in mein leben geholt habe und jetzt wieder verschwinden lassen sollte, um nicht verletzt zu werden. aber das werde ich nicht. ich versuche es beizubehalten.

danke mein lieber für die erfahrung. danke für alles. auch wenn du es wahrscheinlich nie lesen wirst.

 

alles liebe

 

lisa

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2 Gedanken zu “liebe zu sich – liebe zu dir

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