gedankenkarussell

ich hasse dich du blöde kuh..schoss es mir aus dem mund. was war nur los mit mir? warum war ich so gemein, woher kamen bitteschön diese ganzen wütenden gedanken? ich begriff es nicht. die wut sitzte so tief in mir. füllte meinen ganzen körper aus.

„ich hasse dich, ich hasse dich, ich hasse dich“, durchzog es mich. ich fühlte nur noch negatives. es war nichts mehr positives in mir. in welches gedankenkarussell habe ich mich begeben? ich komme da nicht mehr raus.

es dreht sich, immer und immer wieder. millionen gedanken schießen durch meinen kopf. hässliche gedanken, die mich klein machten, wertlos fühlen ließen und mir die kehle zuschnürten.

ich stand da. in mich gekehrt. die wut stand mir bis zum hals. es fühlte sich so an, als wäre ich in eine hülle aus schwarzen punkten eingebettet. kein licht. nur schwarz. nur dunkelheit. ich war wie ein dämon. „ich hasse dich“, schrie es aus mir, „ich hasse dich! warum zur hölle tust du mir das an?“. mir kam alles in den kopf, ich hatte wörter in meinen gedanken, ich nannte ihn alles. ich nannte sie alles. ich verdammte mich selbst dafür, dass ich diese wut in mir hatte.

du scheinheiliger mensch. warum tust du so scheinheilig mit mir, lass mich doch in ruhe. hau ab. ich will dich nicht in meinem leben!

wie kann ich diese dunkelheit um mich durchbrechen? wie kann ich wieder licht in mein leben bringen?

ich weiß doch, dass das licht die dunkelheit besiegt. ich weiß es. m. hat es mir gesagt. damals. vor mehr als einem jahr. oh, wie schön war dieser moment. da fühlte ich licht in mir. da fühlte ich mich gut. auch wenn ich traurig war. ich fühlte mich geliebt. ich fühlte mich aufgehoben. doch jetzt. jetzt fühle ich nichts. außer dass ich einfach nicht weiß, wohin ich gehöre. die gefühle von damals. ich spüre sie. ich spüre endlich wieder etwas. tränen fließen über mein gesicht. eine träne berührte den boden.

warum konnte ich damals diese traurigkeit spüren? warum musste ich von diesem geliebten menschen weg? er war es doch, der mich auch so verletzt hatte. er hatte mich stehen gelassen. aber dennoch, ich spüre diese nähe. ich spüre diese liebe zu diesem menschen. diese menschenliebe. es geht nicht um sex. es geht einfach um diese tiefe verbundenheit. dieses gefühl der heimat. unter anderem. nicht nur heimat. einfach diese tiefe verbundenheit, ohne überhaupt viel zu sprechen.

das licht steht über der dunkelheit. ich schaue mich im spiegel an. „DAS LICHT STEHT ÜBER DER DUNKELHEIT“, ermahne ich mich selbst.

warum sehe ich das denn nicht? …ein kleiner funke in mir. in meinem herzen. ich weiß, dass ich mit dieser traurigkeit, die größte wut schon überwunden habe. jetzt geht es nicht mehr um die wut, jetzt geht es einfach nur mehr um die verletztheit.

die verletztheit, dass ich nicht wichtig bin, dass ich mich zurückziehe, dass ich in alte muster zurückfalle, die ich gar nicht wusste, dass ich sie in mir hatte.

verdammt, dass ist schon jahrzehnte her. ich kann mich ja gar nicht mehr erinnern können. ich war klein. ganz klein. „mama wo bist du?“. ich weiß, dass sie mich in den arm genommen hätte. ich weiß, dass sie alles für mich getan hat. doch diese wunde. sie ist so groß. sie ist das größte, was ich überwinden muss. es fühlt sich an wie ein loch, wie ein loch, das nie zu enden scheint. „wie weit geht es hinunter“, schreit es in meinem kopf. ich kann es nicht fassen. es ist alles. es ist alles. es ist in meinen zellen. überall.

dieses gefühl bin ich. es ist in jedem kleinen zentimeter in meinem körper. ohne ausnahme. das bin ich.

ich muss endlich lernen, dass ich so bin. ich nehme mich an. ich darf mich annehmen. ich darf schreien. weinen. alles rauslassen. ich muss es rauslassen. es erwürgt mich sonst.

ich atme tief. ich spüre ruhe. es ist etwas ruhe in mir eingekehrt. doch die wut, sie ist in mir. diese frechheit, was sich andere menschen überhaupt erlauben. warum kann ich mich nicht wehren?

warum bin ich es mir selbst nicht wert, mich zu wehren und mich selbst so wichtig zu nehmen wie ich bin?

warum vergesse ich das in diesen momenten? die andere ist nicht besser. mein gott, sie hat das gleiche leben wie ich. ist genau so nur ein mensch. aber warum fühle ich mich so klein daneben? warum fühle ich mich wie eine ameise?

ich habe das recht zu leben. ich habe das recht zu sein. ich habe das recht zu sprechen. ich darf sein.

du kannst mir nichts tun. ich bin stark. und das zeige ich dir auch. ich muss mich nicht an dich anpassen. denn du bist nicht meine messlatte. ich bin so wie ich bin. das darf ich.

„Lisa, du darfst so sein wie du bist. du bist genau so wertvoll wie all die anderen. und du bist genau so geliebt wie all die anderen. auch wenn nicht alles so gelaufen ist, wie du es gewollt hättest. das sind deine lektionen. das sind deine aufgaben, die du zu bewältigen hast. der andere mensch hat nicht das bessere leben. er hat genau so seine aufgaben und dinge zu lösen. er hat es nicht besser. mensch, versuche das zu begreifen. es ist alles gut. es ist alles gut. du bist gesichert. du bist immer umhüllt von liebe. vergiss das nicht. egal was du machst, du bist geliebt. sei dankbar, es gibt menschen, die zeigen dir das. nimm es an. lerne es anzunehmen. du bist es wert geliebt zu werden. stoße diese menschen nicht von dir weg. lerne diese menschen in dein leben zu lassen und lasse diese menschen los, die dich nicht lieben, die dir nicht gut tun…lasse das muster los, genau diese art von mensch in dein leben zu ziehen, die dich immer verletzen. das schaffst du, in dem du aufhörst dich selbst zu verletzen. in dem du lernst, dass du das wertvollste in deinem leben bist. dass du ein wunderbarer mensch bist. glaube das. sehe es als deine wahrheit, denn es ist die wahrheit. stoße diese worte und diese lieben sätze nicht von dir weg. nimm sie auf. es gibt einen grund, warum du solche menschen in deinem leben hast: sie zeigen dir wie wertvoll du bist und dass du genau diese liebe in dir trägst. das wollen wir dir sagen. wir lieben dich.

atme tief durch. und lasse los. lasse all diese tränen los, all diese negativen gefühle, all diese wut.

sie ist geliebt, doch du bist genauso geliebt. sieh das licht in ihr. sieh das licht in dir. es ist eine lektion. es ist deine aufgabe, diese schmerzen und all diese alten gefühle loszulassen. fange an dich selbst mehr zu lieben und dich selbst ernster zu nehmen. du hast deinen platz hier, genau so wie sie.“

received_366843460336473

ruhe kehrt in mich. es ist nicht alles weg. doch ich fühle mich befreiter. es sind viele negative gefühle weg. mein kopf schmerzt. es fühlt sich so an als hätte ich eine innere dusche gehabt.

ich fühle mich gereinigt.

ich bin stolz auf mich, dass ich mir die zeit genommen habe.

danke

 

namaste lisa

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s