gedankenprojekt: schätzen was man hat

hallo meine lieben,

sooo lange ist es her, dass ich dir meine gedanken mitgeteilt habe…wir sind jetzt gerade in chiang mai (unsere blogs auf reisezuuns.wordpress.com) und das ist wirklich eine besondere stadt…ganz anders wie die städte in den philippinen…und jetzt kommt auch schon der teil, weshalb ich schreibe…:)

in diesen ländern merke ich einfach, dass ich mich nicht wohlfühle…auch wenn ich keinen richtigen luxus brauche – im sinne von teuren klamotten, schmuck, technische geräte usw., ich brauche einfach eine umgebung, in der ich mich gut fühle.

„sauber fühle, willkommen fühle und keinen ekel empfinde“

anfangs war ich enttäuscht von mir selbst. ich wollte nicht wahrhaben, dass ich so eine „wohlstandstussi“ bin…ich wollte die gedanken beiseite schieben.

doch das gelingt nicht. sie begleiten dich. bis es an die oberfläche kommt.

ich hatte es rausgelassen.

„ich will hier nicht sein. es gefällt mir hier nicht.“

dieses gefühl verschwand wieder. dann, wenn ich in ein zimmer kam, das mir gefällt, wo ich mich wohlfühle und wo ich mich annähernd „zuhause“ fühle.

ich brauche das. ich merke, dass ich mir schwer tue, in ländern zu reisen, in denen der standard sehr gering ist.

das gefühl und die damit verbundene angst, was mich denn wieder erwartet, überdeckt die schönen gefühle.

ich spüre, wie ich das leben zuhause schätze. wie schön wir es zu hause haben. und auch wenn man auf reisen ist und es so scheint, als könnte man alles machen, was man will, ist man beschränkt.

zum einen durch einen selbst, denn die eigenen „problemchen“ nimmt man mit und zum anderen, gelingt es mir auf reisen viel schwieriger meine eigenen empfindungen und mich selbst wahrzunehmen.

zuhause ist nicht alles besser – zuhause habe ich aber meine routine, in der ich geübt bin, mich als wichtig anzusehen. hier inmitten all dieser menschen und neuen umgebungen, fällt es mir schwer, bei mir zu bleiben. und mich wahrzunehmen.

es ist verwirrend. neuseeland war für mich ein abenteuer – ein gefühl, das sich so anfühlte, als würde ich nicht mehr nach hause wollen.

jetzt in thailand bzw. philippinen merke und spüre ich, dass ich es fein habe. dass ich gerne in europa bin. es muss nicht südtirol sein. innsbruck, münchen, brixen. egal. ich brauche unsere welt. meine welt. in der ich geboren bin. und wahrscheinlich zuhause bin.

ich spüre es tut mir gut, die zeit grad für mich zu haben. habe ich sehr vermisst. ich bin dankbar, dass ich grad auf diesem soo kuscheligen bett liegen darf. weiß, dass mein freund bald zur tür hereinkommt, mich umarmt und ich spüre, dass es gut ist, dass wir hier sind.

die erfahrung hier ist wunderbar. nicht dafür, dass ich spüre, dass ich hierher gehöre, sondern, dass ich weiß, dass ich einen platz habe. und der muss nicht überall auf der welt sein. der darf auch dort sein, wo ich war und wo ich bin. ich muss nicht, wie all die anderen „weltenbummler“ sein. es gibt menschen, die finden ihr glück auf der reise. vielleicht gehör ich auch dazu, vielleicht auch nicht.

ich weiß, wie wertvoll die reisen waren, die ich bis jetzt gemacht habe. sie prägen mich. sie leiten mich. doch eins darf ich loslassen: ich muss nicht wie all die anderen sein.

lotti9

ich darf ich sein. ich darf es lieben, zu reisen, ich darf es lieben, wieder nach hause zu gehen und mich dort einzukuscheln, wo ich meinen platz habe. ich darf meine konditionierungen loslassen und schätzen, was ich habe.

meine reisen. und meinen platz. der jetzt gerade die welt ist. dann aber wieder mein zuhause sein wird. dort wo ich herkomme. dort wo ich bleibe. jetzt. keine ahnung wie lange.

danke, dass ich jetzt hier sein darf. all das erleben darf. all die wunderbaren menschen, begegnungen, momente, essen, umgebungen. stimmungen und gefühle. genau das prägt mich.

danke an mich selbst, dass ich das wahrnehme. danke dass ich lerne und lebe.

 

namaste

lisa

 

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